{"id":13,"date":"2014-06-13T18:08:27","date_gmt":"2014-06-13T18:08:27","guid":{"rendered":"http:\/\/feisar.de\/blog\/?p=13"},"modified":"2014-06-17T22:36:03","modified_gmt":"2014-06-17T22:36:03","slug":"jean-baudrillard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feisar.de\/blog\/jean-baudrillard\/","title":{"rendered":"Jean Baudrillard"},"content":{"rendered":"<div class=\"dp_r31\">\n<p class=\"stdMessage\">Das Hauptwerk des franz\u00f6sischen Philosophen <a href=\"de.wikipedia.org\/wiki\/Jean_Baudrillard\">Jean Baudrillard<\/a> (1929-2007) ist die Simulationstheorie. Erstaunlicherweise ist diese &#8211; wenn auch etwas im Verborgenen &#8211; bis in die Popkultur vorgedrungen. Im Film &#8220;Matrix&#8221; gibt es <a href=\"http:\/\/matrix.wikia.com\/wiki\/Simulacra_and_Simulation\">Anspielungen auf Baudrillard<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"dp_r31\">\n<p class=\"stdMessage\"><strong>Worin besteht nun die Theorie?<\/strong> Beispiel: Der Kauf eines <a href=\"http:\/\/feisar.de\/content\/gfx_de_dodge.html\">Gel\u00e4ndewagens (SUV)<\/a> verk\u00f6rpert Freiheit, Abenteuer. Allerdings liegt das Problem genau darin. Das Auto <em>steht<\/em> f\u00fcr das Abenteuer, man <em>erlebt<\/em> keines damit. Anstatt also auf die Suche nach einem wirklichen Abenteuer zu gehen, hat man einen Ersatz, die Simulation. Somit bef\u00f6rdert der Konsum, dass an die Position des Originals ein sog. Simulakrum (echtes\/virtuelles verwandtes\/\u00e4hnliches Ding) tritt.\u00a0Da auch die Zuschauer die Symbole verstehen, die mit dem Kauf und dem Besitz (dem Konsum) verbunden sind, wird der Effekt noch verst\u00e4rkt. Die eigentliche Anschaffung tritt in den Hintergrund &#8211; denn, w\u00fcrde es nur ums Fahren alleine gehen, ist der SUV oder der exklusive Sportwagen sicherlich eine unsinnige Wahl. Am Ende stehen alle im gleichen Stau. Und welcher Fahrer bringt seinen Gel\u00e4ndewagen denn wirklich ins Gel\u00e4nde?<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"dp_r31\">\n<p class=\"stdMessage\">So gesehen hat er Recht wenn er behauptet, dass der Wert eines Gegenstandes als Zeichen entkoppelt wurde vom Wert als Gebrauchsgegenstand.<\/p>\n<p class=\"stdMessage\">Bis hierher scheint die Theorie nur eine Variante der Konsumkritik zu sein. Baudrillard bringt das Prinzip jedoch noch weiter:<\/p>\n<p class=\"stdMessage\">Zum einen blockieren sich die Menschen durch die Besch\u00e4ftigung mit Konsum selbst. Wer st\u00e4ndig konsumiert, macht keinen \u00c4rger und setzt sich nicht kritisch mit der Welt auseinander.<\/p>\n<p class=\"stdMessage\">Zum anderen gilt: Wenn der Gebrauchswert immer weiter in den Hintergrund tritt, spielt er irgendwann gar keine Rolle mehr. Es wird z.B. etwas angeschafft was nie benutzt wird. Am Ende wird das Zeichen, welches dem Gegenstand anhaftet, zum eigentlichen Selbstzweck.<\/p>\n<p>Die bisher am weitesten fortgeschrittene Steigerung dieses Prinzips sind die virtuellen Welten von Computerspielen. Hier ist alles simuliert, auch die Erfolge, die man als Spieler erringen kann. Gegenst\u00e4nde sind virtuell, ihr tats\u00e4chlicher Gebrauchswert ist nicht existent.<\/p>\n<p class=\"stdMessage\">So viel f\u00fcr heute, die Gilde ruft; ich muss jetzt zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raid_%28Computerspiel%29\">Raid<\/a>&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/jean-baudrillard-und-die-kultur-der-simulation\/-\/id=660374\/did=13290206\/nid=660374\/qwsl7h\/index.html\">SWR2 Wissen &#8211;\u00a0Jean Baudrillard und die Kultur der Simulation<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hauptwerk des franz\u00f6sischen Philosophen Jean Baudrillard (1929-2007) ist die Simulationstheorie. Erstaunlicherweise ist diese &#8211; wenn auch etwas im Verborgenen &#8211; bis in die Popkultur vorgedrungen. Im Film &#8220;Matrix&#8221; gibt es Anspielungen auf Baudrillard. Worin besteht nun die Theorie? 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