{"id":171,"date":"2014-08-15T07:48:40","date_gmt":"2014-08-15T05:48:40","guid":{"rendered":"http:\/\/feisar.de\/blog\/?p=171"},"modified":"2014-08-15T07:57:46","modified_gmt":"2014-08-15T05:57:46","slug":"generation-like","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feisar.de\/blog\/generation-like\/","title":{"rendered":"Generation Like"},"content":{"rendered":"<p><strong>Damals.<\/strong> Douglas Rushkoff hatte 2001 einen Dokumentarfilm <a href=\"http:\/\/feisar.de\/content\/dokumentarfilm_merchantsofcool.html\">&#8220;The Merchants of Cool&#8221;<\/a> gedreht, der sich damit besch\u00e4ftigte, wie Produkte an Teenager vermarktet werden. Damals waren Unternehmen wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/MTV\">MTV<\/a> (Music Television) f\u00fchrend. Um neue Str\u00f6mungen aufzusp\u00fcren, wurden Trendscouts ausgeschickt, die Sch\u00fcler beobachten, fotografieren und interviewen und somit schon fr\u00fchzeitig erkennen sollten, welcher Trend bei Mode und Musik demn\u00e4chst &#8220;angesagt&#8221; sein w\u00fcrde. Diese Information wurde dann an die Industrie weitergegeben, die entsprechende Produkte entwickeln konnte und diese dann wiederum auf MTV bewarb. Rushkoff sprach damals von einer Feedback-Schleife: Den Teenagern wurde das verkauft, was sie selbst als Trend geschaffen hatten.<\/p>\n<p><strong>Heute.<\/strong> In Zeiten von Internet, mit Facebook und Twitter, sieht die Welt der Jugendlichen heute anders aus. In seinem aktuellen Dokumentarfilm &#8220;<a href=\"http:\/\/www.pbs.org\/wgbh\/pages\/frontline\/generation-like\/\">Generation Like<\/a>&#8221; zeigt Rushkoff Teenager, die sich selbstbewusst im Internet zeigen. Sie pflegen Ihre Profilseiten auf Facebook und geben \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Like\">Likes <\/a>dar\u00fcber Auskunft, welche Interessen sie haben. Trendscouts m\u00fcssen Teenagern heute nicht mehr vor Schulen auflauern.<\/p>\n<p><strong>Gratismarketing.<\/strong> Mit der neuen Technik und einer neuen Generation von Jugendlichen hat die Industrie neue Wege gefunden, um Produkte zu vermarkten. Anders als zuvor sind die Teenager nicht nur das Ziel von Marketingkampagnen, sondern ein Teil davon. Firmen- und Produktseiten im Internet schaffen Anreize, m\u00f6glichst viel \u00fcber das Produkt zu schreiben und Freunde zu informieren. So hat die Webseite zur Buch- und Filmreihe &#8220;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Tribute_von_Panem\">Die Tribute von Panem<\/a>&#8221; (englisch: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/TheHungerGames\">The Hunger Games<\/a>) eine <a href=\"http:\/\/www.thehungergamesexplorer.com\/competitions\/leaderboard\/\">Rangliste, <\/a>in <a href=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/hungergames_leaderboard.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-178 size-medium\" src=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/hungergames_leaderboard-300x266.png\" alt=\"The Hunger Games Leaderboard\" width=\"300\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/hungergames_leaderboard-300x266.png 300w, https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/hungergames_leaderboard-1024x908.png 1024w, https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/hungergames_leaderboard.png 1054w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>der man als Fan aufsteigen kann, wenn man \u00fcber sein eigenes soziales Netzwerk m\u00f6glichst viele Nachrichten \u00fcber das Franchise weitergibt. F\u00fcr einige jugendliche Fans, wie die in der Doku gezeigte Ceili Lynch ist das bereits Motivation genug: Sie erreichte einen der vorderen Pl\u00e4tze in der Rangliste. Ceili war sich von Anfang bewusst, dass sie Marketing f\u00fcr ihre Lieblingsfilme macht. Dass sie aber dem Unternehmen auf diese Weise vermutlich Hunderttausende Dollar an Marketingkosten eingespart hat, war ihr jedoch nicht klar.<\/p>\n<p><strong>Das Produkt bist du.<\/strong> Rushkoff zeigt in seiner Dokumentation allerdings auch die Gegenseite: Was ist, wenn man ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ian_Somerhalder\">bekannter Filmschauspieler<\/a> ist? Die Anzahl der Likes ist f\u00fcr alle sichtbar und ein Gradmesser f\u00fcr das Interesse der Zuschauer und Fans. Sie stellen bei der Verhandlung der n\u00e4chsten Gage einen echten Wert dar. Aus diesem Grund m\u00fcssen die sozialen Netzwerke bedient werden. L\u00e4ngst haben sich Agenturen auf das Marketing in diesen Netzwerken spezialisiert. Zusammen mit dem Schauspieler wird eine Art Drehbuch ausgearbeitet, in dem festgelegt wird, wann und auf welcher Plattform welcher Informationsschnipsel ver\u00f6ffentlicht wird. Je nat\u00fcrlicher und privater es wirkt, um so eher haben die Fans das Gef\u00fchl, dem Star nah zu sein. Die Agentur wiederum kann \u00fcber die Werkzeuge, die in sozialen Netzwerken zur Verf\u00fcgung stehen, viele Aussagen dar\u00fcber machen, welche Produkte die Fans m\u00f6gen. Mit diesen Daten kann sich der Schauspieler bei Unternehmen vorstellen und bringt seine treue Kundschaft gleich mit.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pbs.org\/wgbh\/pages\/frontline\/generation-like\/\">PBS Frontline<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damals. Douglas Rushkoff hatte 2001 einen Dokumentarfilm &#8220;The Merchants of Cool&#8221; gedreht, der sich damit besch\u00e4ftigte, wie Produkte an Teenager vermarktet werden. 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