{"id":598,"date":"2016-01-10T22:37:17","date_gmt":"2016-01-10T20:37:17","guid":{"rendered":"http:\/\/feisar.de\/blog\/?p=598"},"modified":"2016-01-10T22:37:17","modified_gmt":"2016-01-10T20:37:17","slug":"podcasts-der-woche-krieg-und-wirtschaft-satanisten-und-spannende-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feisar.de\/blog\/podcasts-der-woche-krieg-und-wirtschaft-satanisten-und-spannende-geschichten\/","title":{"rendered":"Podcasts der Woche &#8211; Krieg und Wirtschaft, Satanisten und spannende Geschichten"},"content":{"rendered":"<h6>BBC Business Daily: Business Lessons on War<\/h6>\n<p>Im Interview mit dem ehemaligen 4-Sterne-General <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Stanley_A._McChrystal\">Stanley McChrystal<\/a> versucht die BBC Reporterin herauszufinden, ob man aus den Erfahrungen, die er w\u00e4hrend seines Einsatzes in Afghanistan gemacht hat, Lehren f\u00fcr die Arbeitswelt ableiten kann. McCrystal erz\u00e4hlt, dass er am Anfang jede Operation einzeln genehmigt hat und schnell gemerkt hat, dass das zu langsam war. Die L\u00f6sung war, Einsatzentscheidungen zu delegieren. Das schien zun\u00e4chst einfach zu sein, aber die neuen Entscheidungstr\u00e4ger mussten mit sehr viel mehr Informationen als bisher versorgt werden. Au\u00dferdem stellte es das ganze milit\u00e4rische Konzept von Befehl und Gehorsam auf den Kopf. Die untersten Dienstgrade waren begeistert und die obersten verst\u00e4ndnisvoll, aber die mittlere F\u00fchrungsschicht war stark verunsichert.<\/p>\n<p>McCrystal wurde 2010 von Pr\u00e4sident Barack Obama entlassen, weil er sich in einem Interview im Rolling Stone Magazin kritisch \u00fcber die Regierung ge\u00e4u\u00dfert hat. Seitdem ist er an der Universit\u00e4t Yale, gibt dort Kurse in &#8220;Leadership&#8221; und ber\u00e4t Unternehmen. Er h\u00e4lt die Erfahrungen des Milit\u00e4rs f\u00fcr \u00fcbertragbar auf die Wirtschaft. Unternehmen m\u00fcssten ebenfalls in der Lage sein, ihre internen Strukturen zu \u00e4ndern, um in neuen Situationen erfolgreich zu sein. Genau wie beim Milit\u00e4r w\u00fcrde eine \u00c4nderung in der Entscheidungsstruktur nicht \u00fcber Nacht kommen, sondern m\u00fcsse von oben vorgelebt werden und sich so nach und nach durch die gesamte Struktur \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p039z92y\">Sendung<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p002vsxs\/episodes\/downloads.rss\">Podcast<\/a><\/p>\n<h6>Stuff You Should Know: The &#8220;Satanic Panic&#8221; of the 1980s<\/h6>\n<p>Der Podcast &#8220;Stuff You Should Know&#8221; handelt nicht wirklich von Sachen, die man wissen sollte. Interessant sind viele Folgen aber trotzdem. In lockerem Gespr\u00e4chsstil unterhalten sich <a href=\"http:\/\/www.stuffyoushouldknow.com\/about\/\">Charles und Josh<\/a> \u00fcber ein Thema, das sie zuvor recherchiert haben.<\/p>\n<p>Wer die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts durchlebt hat, wird diese Folge besonders interessant finden. Die &#8220;Satanic Panic&#8221; war eine Zeit der Hysterie in den USA, die heute etwas schwer zu erkl\u00e4ren ist. Anfang der 80er Jahre dachten viele in den USA, es g\u00e4be Gruppen von religi\u00f6sen Teufelsanbetern, die Kinder entf\u00fchren und umbringen, dabei satanische Rituale durchf\u00fchren und schwarze Messen zelebrieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Wie konnte es zu der Hysterie kommen?<\/strong> Es scheint, als ob viele Faktoren zusammen kamen, die das Thema so in den Vordergrund getragen haben.<\/p>\n<p>Zum einen haben Anfang der 70er Jahre in vielen Familien die Frauen aufgeh\u00f6rt, Hausfrauen zu sein. Sobald die Kinder ein gewisses Alter erreichten, wurde wieder gearbeitet. Kinder, die zuvor zu Hause von den M\u00fcttern betreut wurden, wurden jetzt tags\u00fcber in Kindertagesst\u00e4tten (day care centers) beaufsichtigt. In der gleichen Zeit wurde ein Gesetz eingef\u00fchrt, nachdem \u00c4rzte alle F\u00e4lle von Kindesmissbrauch melden mussten. W\u00e4hrend es vorher in den USA im Jahr ca 64.000 F\u00e4lle von Kindesmissbrauch gab, wuchs diese Zahl innerhalb kurzer Zeit auf etwa drei Millionen an. Das f\u00fchrte bei Eltern zu einer Verunsicherung: Ist mein eigenes Kind gut betreut? K\u00f6nnen wir uns sicher sein, dass die Betreuer nichts anstellen?<\/p>\n<p>Andererseits gab es, bedingt durch Horrorfilme (1968 &#8211; Rosemarys Baby, 1973 &#8211; Der Exorzist usw.) und Rockmusik, mehr und mehr Darstellungen von satanistischen Symbolen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1978 kam es zu dem spektakul\u00e4ren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massensuizid_von_Jonestown\">Massensuizid von Jonestown<\/a>. Der Anf\u00fchrer der Sekte &#8220;Peoples Temple&#8221;, Jim Jones, hatte den Selbstmord in seiner Kommune befohlen. Mehr als 900 Menschen haben sich ermordet oder wurden umgebracht. Unter den Opfern waren auch S\u00e4uglinge, Kinder und Jugendliche. Zwar fanden die Ereignisse in Guyana statt, aber durch den Besuch eines US Kongressabgeordneten mit Filmteam war die Berichterstattung umfangreich.<\/p>\n<p>Unterdessen stiegen in den USA die Anzahl der Gerichtsprozesse wegen Kindesmissbrauch. Der Fall der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/McMartin_preschool_trial\">McMartin Preschool<\/a> ging besonders durch die Medien. Aus dem Verdacht von Kindesmissbrauch in einem konkreten Fall wurden immer mehr Anschuldigungen mit zum Teil irrwitzigen Vorw\u00fcrfen. Die Ankl\u00e4ger warfen den Lehrern vor, Kinder sexuell missbraucht zu haben und dabei mit Roben und Masken verkleidet, satanistische Rituale durchgef\u00fchrt zu haben. Nach sechs Jahren wurden die Verd\u00e4chtigen freigesprochen. Das Thema war jedoch in den Medien der Zeit allgegenw\u00e4rtig. Jede Talkshow hatte einen Experten f\u00fcr Satanismus. Diese Experten ver\u00f6ffentlichten B\u00fccher, traten in Sondersendungen auf und heizten die Stimmung noch mehr an.<\/p>\n<p>Erst Anfang der 90er Jahre war die Hysterie langsam abgeebbt: Es stellte sich heraus, dass die Vorw\u00fcrfe in den meisten Prozessen haltlos waren. Es gab auch keine satanistischen Sekten, die massenweise Kinder missbrauchten oder gar umbrachten.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuffyoushouldknow.com\/podcasts\/the-satanic-panic-of-the-1980s\/\">Sendung<\/a>, <a href=\"http:\/\/history.howstuffworks.com\/historical-events\/satanic-panic.htm\">Artikel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.howstuffworks.com\/podcasts\/stuff-you-should-know.rss\">Podcast<\/a><\/p>\n<h6>The Gist: Near Death Winter Tales<\/h6>\n<p>&#8220;The Gist&#8221; ist eine t\u00e4gliche Sendung, in der Mike Pesca mit Interviewpartnern im Studio spricht. Zu seinen G\u00e4sten geh\u00f6rt auch der Autor und Geschichtenerz\u00e4hler Matthew Dicks. Bei seinem zweiten Auftritt bei &#8220;the Gist&#8221; erz\u00e4hlt er eine Kurzgeschichte: Im Winter 1988, am 23. Dezember, kauft er Weihnachtsgeschenke f\u00fcr seine Freunde. Danach macht er sich mit dem Auto auf den Weg zur Arbeit. Weil er aber sp\u00e4t dran ist, muss er sich beeilen und vergisst das Anschnallen. In einer Kurve ger\u00e4t er auf Schnee und Eis ins Rutschen und kracht frontal auf ein anderes, entgegenkommendes Fahrzeug. Durch den Unfall wird er schwer verletzt. Er kann zwar noch aussteigen und sich mit Zeugen des Unfalls unterhalten, wird aber ohnm\u00e4chtig. Im Krankenhaus wacht er wieder auf. Er muss \u00fcber Weihnachten dort bleiben und kann seine Geschenke nicht \u00fcberbringen.<\/p>\n<p>Ganz im Gegensatz zu mir kann Matthew Dicks&#8217; die Geschichte so erz\u00e4hlen, dass sie spannend ist. Das besondere ist aber, dass er im Gespr\u00e4ch mit Mike Pesca erkl\u00e4rt, <em>warum<\/em> die Geschichte interessant und spannend f\u00fcr Zuh\u00f6rer ist. Wie bringt er die Zuh\u00f6rer dazu, dabei zu bleiben? Zum Beispiel hat jede Handlung einen Ort, der ganz kurz beschrieben wird. Am Anfang der Geschichte tritt die Hauptfigur aus &#8220;Strawberry Records&#8221; mit einer Einkaufst\u00fcte. Sein Freund Pat kommt ihm auf dem Gehweg entgegen. Und auch wenn man nicht genau wei\u00df, wie dieser Musikladen 1988 ausgesehen haben mag, hat man sich doch automatisch ein Bild im Kopf. Auch f\u00fcr den Verlauf der Geschichte hat Matthew Dicks einige Tipps. Durch die Abwechslung von sch\u00f6nen Momenten und dem Horrorcrash, der in der Geschichte den H\u00f6hepunkt bildet, kann er die Emotionen der Zuh\u00f6rer beeinflussen. Zu guter Letzt verr\u00e4t er, dass seine Geschichte sehr \u00e4hnlich zu dem Film Jurassic Park ist, denn auch dort werden die gleichen Erz\u00e4hltechniken verwendet.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.slate.com\/articles\/podcasts\/gist\/2016\/01\/the_gist_storytelling_with_matthew_dicks_and_air_bag_manufacturer_takata.html\">Sendung<\/a>, <a href=\"http:\/\/feeds.feedburner.com\/TheGistWithMikePesca\">Podcast<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BBC Business Daily: Business Lessons on War Im Interview mit dem ehemaligen 4-Sterne-General Stanley McChrystal versucht die BBC Reporterin herauszufinden, ob man aus den Erfahrungen, die er w\u00e4hrend seines Einsatzes in Afghanistan gemacht hat, Lehren f\u00fcr die Arbeitswelt ableiten kann. 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