{"id":619,"date":"2016-01-24T15:34:22","date_gmt":"2016-01-24T13:34:22","guid":{"rendered":"http:\/\/feisar.de\/blog\/?p=619"},"modified":"2016-01-24T15:34:22","modified_gmt":"2016-01-24T13:34:22","slug":"podcasts-der-woche-tennis-und-partnerboersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feisar.de\/blog\/podcasts-der-woche-tennis-und-partnerboersen\/","title":{"rendered":"Podcasts der Woche &#8211; Tennis und Partnerb\u00f6rsen"},"content":{"rendered":"<h2>BBC Documentaries &#8211; The Great Tennis Fix<\/h2>\n<p>Der BBC und das Onlineportal Buzzfeed haben von einem Whistleblower Informationen erhalten, wonach Tennisspiele manipuliert worden sein sollen, um dann mit Wetten auf den vorher ausgemachten Sieger hohe Gewinne zu erzielen. Viele Zeitungen berichten dar\u00fcber, aber die meisten beschr\u00e4nken sich darauf, dar\u00fcber zu spekulieren, welche Tennisspieler auf den omin\u00f6sen Betrugslisten stehen. Bessere Informationen bietet diese Podcastsendung. Der Reporter Simon Cox ist n\u00e4mlich derjenige, der die Unterlagen des Whistleblowers erhalten hat, \u00fcber die jetzt diskutiert werden. In diesem Podcast fasst er zusammen, was er wei\u00df.<\/p>\n<p>Normale Buchmacher bieten Wetten an und die Wettkunden k\u00f6nnen die Wetten annehmen oder nicht. Anders ist das englische Online-Wettportal Betfair: Hier werden Wetten gehandelt. Jemand stellt eine Wette ein in der Art: &#8220;Ich setze 1.000 EUR auf den Sieg von Roger Federer und ich erwarte im Gewinnfall 1.100 EUR&#8221;. Wer der Meinung ist, dass Federers Gegner gewinnt, kann die Wette eingehen. Betfair tritt selbst nicht als Wettanbieter auf, sondern wickelt den Handel ab und \u00fcbernimmt die Auszahlung, je nach sportlichem Ergebnis.<\/p>\n<figure id=\"attachment_632\" aria-describedby=\"caption-attachment-632\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-632 size-full\" src=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/250px-Davydenko_Hamburg.jpg\" alt=\"250px-Davydenko_Hamburg\" width=\"250\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/250px-Davydenko_Hamburg.jpg 250w, https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/250px-Davydenko_Hamburg-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-632\" class=\"wp-caption-text\">Von <a class=\"new\" title=\"User:HSV25 (Seite nicht vorhanden)\" href=\"\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?title=User:HSV25&amp;action=edit&amp;redlink=1\">HSV25<\/a> &#8211; <span class=\"int-own-work\" lang=\"de\" xml:lang=\"de\">Eigenes Werk<\/span>, <a title=\"Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0\" href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Den Mitarbeitern von Betfair fiel auf, dass bei einer einzigen Partie in einem kleinen Turnier im polnischen Sobot Wetten f\u00fcr mehr als 7 Millionen Dollar abgeschlossen wurden. Das ist das 10fache dessen, was \u00fcblicherweise gesetzt wird. Damals spielte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nikolai_Wladimirowitsch_Dawydenko\">Nikolai Dawydenko<\/a>, Nummer 4 der Weltrangliste, gegen die Nummer 76, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mart%C3%ADn_Vassallo_Arg%C3%BCello\">Mart\u00edn Vassallo Arg\u00fcello<\/a>. Dawydenko war trotz einer Verletzung der Favorit, gewann den ersten Satz mit 6-2 und lag im zweiten Satz vorne. Trotzdem wurden von nur zwei Accounts aus den USA mehr und mehr Wetten angeboten, die auf einen Sieg von Arg\u00fcello ausgerichtet waren. Klar, dass sich genug Spieler fanden, die auf den Favoriten setzten. Betfair entschloss sich dazu, den Handel zu stoppen und allen Wetth\u00e4ndlern ihre Eins\u00e4tze zur\u00fcck zu geben. Ein Teil der Wetten war bereits ausbezahlt. Die ganze Vorfall wurde an die ATP (Association of Tennis Professionals) gemeldet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_631\" aria-describedby=\"caption-attachment-631\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-631\" src=\"https:\/\/feisar.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/214px-Mart\u00edn_Vassallo_Arg\u00fcello.jpg\" alt=\"&quot;Mart\u00edn Vassallo Arg\u00fcello&quot; by Esther Lim - Mart\u00edn Vassallo Arg\u00fcello. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Commons.\" width=\"214\" height=\"145\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-631\" class=\"wp-caption-text\">&#8220;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Mart%C3%ADn_Vassallo_Arg%C3%BCello.jpg#\/media\/File:Mart%C3%ADn_Vassallo_Arg%C3%BCello.jpg\">Mart\u00edn Vassallo Arg\u00fcello<\/a>&#8221; by <a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/people\/24495802@N02\" rel=\"nofollow\">Esther Lim<\/a> &#8211; <a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/24495802@N02\/3965702235\/\" rel=\"nofollow\">Mart\u00edn Vassallo Arg\u00fcello<\/a>. Licensed under <a title=\"Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0\" href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\">CC BY-SA 2.0<\/a> via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/\">Commons<\/a>.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese leitete eine Untersuchung ein. Weil man selber keine Experten hatte, wurden Ermittler aus der englischen Pferderennvereinigung (British Horseracing Authority) mit der Untersuchung beauftragt. Die Ermittler befragten die Veranstalter, Schiedsrichter, Trainer und Spieler. Einer der Ermittler berichtet im Podcast, dass er mit Hilfe eines Experten Kurznachrichten wiederherstellen konnte, die Arg\u00fcello zwei Tage vor der Befragung von seinem Telefon gel\u00f6scht hatte. Fest steht, dass Arg\u00fcello am Tag des Matches Kontakt zu einem sizilianischen Wetter hatte, der w\u00e4hrend des Spiels etwa 300.000 EUR gewann. Trotz der Untersuchungsergebnisse wurden die beiden Spieler nicht von der ATP geahndet.<\/p>\n<p>Es scheint, als w\u00e4ren die aktuellen Enth\u00fcllungen vor allem dem Frust geschuldet, den die Ermittler haben: All die Arbeit, die in die Untersuchungen geflossen sind, finden keine Beachtung, weil die ATP sich nicht zu mehr Spielersperren durchringen kann.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p03g25cn\">Sendung<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p02nq0lx\/episodes\/downloads.rss\">Podcast<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/magazine-35325473\">Artikel<\/a><\/p>\n<h2>SWR2 Forum &#8211; Wie hat das Internet die Partnersuche ver\u00e4ndert?: Ein Warenkorb voll Singles<\/h2>\n<p>Die Antwort auf die Frage, wie das Internet die Partnersuche ver\u00e4ndert hat ist: Gar nicht.<\/p>\n<p>Im Forum diskutierten eine Dating-Expertin, ein Soziologe und ein Singleberater und die Gespr\u00e4chsleiterin. Diese versucht immer wieder, die kontroverse These ins Spiel zu bringen, dass die Partnerb\u00f6rsen im Internet die Liebe zu einer Konsumware machten, die Menschen abstumpfen lie\u00dfen und letztlich beziehungsunf\u00e4hig machten. Und jedes mal wird das von den Experten als nicht haltbar bis unsinnig zur\u00fcckgewiesen. Es ist eben nicht so dass &#8220;dieses Internet&#8221; die Menschen bei der Partnerwahl ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Der unspektakul\u00e4re Stand der Forschung ist, dass sich die Menschen im Internet genauso verhalten wie vorher auch: Die meisten Partner finden sich \u00fcber das Arbeitsumfeld, gefolgt vom Freundeskreis. Nur 10% finden sich \u00fcber Partnerb\u00f6rsen. Und wie fr\u00fcher bei Kontaktanzeigen, bringt das Internet die Menschen nur zueinander. Ob es passt, entscheidet sich beim pers\u00f6nlichen Kennenlernen. Fr\u00fcher musste man zum Tanzen oder auf Dorffeste gehen um dem anderen Geschlecht zu begegnen. Heute geht das etwas zielgerichteter mit Online-Partnerb\u00f6rsen. Solch eine B\u00f6rse kostet etwa 50 EUR im Monat. Im Durchschnitt investieren die Teilnehmer zwischen 300-500 EUR, um den oder die Richtige zu finden. G\u00fcnstige Partnerb\u00f6rsen zielen eher auf Flirts oder erotische Abenteuer ab. \u00dcblicherweise sind dort die Photos der Teilnehmer vorhanden, w\u00e4hrend bei Angeboten f\u00fcr l\u00e4ngerfristige Partnerschaften Bilder erst nach Freigabe zu sehen sind. Die Gespr\u00e4chsrunde ging auch auf neue Trends ein, wie die Smartphone App &#8220;Tinder&#8221;. Sie zeigt eine Liste von Singles in der N\u00e4he an. Mit einem Wisch nach links sortiert man die Person aus, ein Wisch nach rechts bekundet Interesse. Dieser spielerische Umgang sei aber keine Partnersuche, eher ein Austesten des eigenen &#8220;Marktwertes&#8221;, waren sich die Diskutanten einig.<\/p>\n<p>Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass all die Vorbehalte von Personen, denen\u00a0 &#8220;dieses Internet&#8221; immer noch suspekt ist, komplett haltlos sind. Je mehr man sich mit dem Thema Partnerb\u00f6rsen auseinandersetzt, um so unaufgeregter wird es. Denn: Auch das Internet bringt nicht den perfekten Partner auf Knopfdruck.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/radio\/SWR2-Forum\/Wie-hat-das-Internet-die-Partnersuche-ve\/SWR2\/Audio-Podcast?documentId=32878058&amp;bcastId=3046\">Sendung<\/a>, <a href=\"http:\/\/www1.swr.de\/podcast\/xml\/swr2\/forum.xml\">Podcast<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BBC Documentaries &#8211; The Great Tennis Fix Der BBC und das Onlineportal Buzzfeed haben von einem Whistleblower Informationen erhalten, wonach Tennisspiele manipuliert worden sein sollen, um dann mit Wetten auf den vorher ausgemachten Sieger hohe Gewinne zu erzielen. 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