„Gone Home“ durchgespielt

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Der Titelbildschirm.

Was ist das? Gone Home ist ein 3D Abenteuer Spiel aus der Ich-Perspektive. Es wurde von einem kleinen Entwicklerstudio, the Fulbright Company, bereits 2013 veröffentlicht.

Worum geht es? Es ist 1995. Kaitlin Greenbriar ist gerade von einer einjährigen Europareise in das Haus der Eltern zurückkehrt. Die Greenbriars sind gerade umgezogen, in ein altes, etwas unheimliches Haus. Kaitlin steht vor der Tür, doch niemand macht auf. Weder Kaitlins jüngere Schwester Samantha noch die Eltern sind zu Hause. Zum Glück findet sich ein Schlüssel. Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Kaitlin und sucht im Haus nach den Gründen, weshalb alle ausgeflogen sind. Nach und nach betritt man die verschiedenen Zimmer, liest herumliegende Zettel, Briefe und Dokumente und erschließt sich so nach und nach, was im letzten Jahr passiert ist. Es gibt Musikkassetten, die man sich anhören kann. Lichter können ein- und ausgeschaltet werden, die Wasserhähne kann man auf- und zudrehen.

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Von den vielen Gegenständen im Bild kann leider nur einer untersucht werden.

Also? Die Idee, dass man ein ganzes Haus nach Herzenslust durchstöbern kann, klingt zunächst einmal neu und interessant. Leider sind viele Schränke leer und an Stellen, an denen viele Zettel liegen, ist nur einer zum lesen vorgesehen. (Es würde der Geschichte auch nicht helfen, wenn sich der Spieler bei Tankquittungen oder Werbezetteln verzetteln würde.) Das schmälert jedoch die Illusion, ein richtiges Haus zu durchsuchen.

Jedem, der sich auch nur entfernt für Grundrisse interessiert, fällt sofort auf, dass das Arbor Hill Haus völlig unsinnig gebaut ist: Überflüssige, lange Flure und ein Obergeschoss, dass in der Luft hängt.

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Das Erdgeschoss: So bauen nur Leute, die lange Flure mögen.

Bleibt die Handlung der Geschichte, die eigentliche Stärke des Spiels. Immer, wenn man eine Notiz der Schwester liest, bekommt man ein kurzes Erzählstück von Samantha zu hören.

Samantha lernt in der Schule ein anderes Mädchen, Lonnie, kennen. Die beiden verlieben sich ineinander. Lonnie hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, zur Armee zu gehen, was das Ende der Beziehung bedeuten würde. Samanthas Eltern halten die Homosexualität ihrer Tochter nur für eine Phase. Am Ende gibt es jedoch ein Happy End. Die gesamte Handlung kann man übrigens derzeit im Wikipediaartikel von „Gone Home“ nachlesen.

Das Spiel lebt auch durch die verschiedenen kleinen Geschichten, die über die Dokumente, Tonaufnahmen usw. wunderbar erzählt werden.

Trotz den genannten negativen Punkte ist „Gone Home“ ein durchaus interessantes Experiment. Sowohl die Handlung als auch die Art und Weise, dass fast alleine über herumliegende Gegenstände eine Geschichte erzählt werden kann, sind gelungen.


Quellen: Wikipedia, The Fulbright Company

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